Boucherville

Turbulenzen in Kanada

Frühsommer Ende der 60er Jahre: Katastrophenmeldung bei der Landung in Dorval zu einem Routinebesuch bei Hydro Quebec. Im Umspannwerk Boucherville (735000/330000 Volt)  am Stadtrand von Montreal gibt es ein Problem. Jean-Jacques Humbert-Droz hat vom Kunden soeben erfahren, dass die für Morgen geplante Einschaltung einiger  Felder nicht möglich sei, da ein Sprecher und Schuh-Spannungswandler nicht funktioniere. Guter Rat ist teuer und auch nicht erhältlich, denn in der Schweiz geht es bereits gegen Mitternacht. Was tun? Jean-Jacques und ich sind uns rasch einig. Wir werden den Wandler über Nacht untersuchen. Pech ist nur, dass die abzuhebende Primärkapazität mehr als hundert Kilo wiegt und die Krane in den Reparaturhallen von Unterwerken in Bezug auf Feinregulierung ins Pfahlbauzeitalter gehören. Somit wollten wir keine Zaungäste des Kunden.

Wir machen uns  nach 22 Uhr daran und bringen die Durchführung auch problemlos in die Höhe. Doch beim Absenkversuch stellen wir fest, dass die Mindestsenkstrecke des Krans mit diesem Gewicht etwa 20 cm beträgt. Notwendig wären Millimeter. Bereits ein Aufschlag aus einem Zentimeter bewirkt einen Bruch des Porzellans. Eine Ausweichlösung war nicht möglich, der Kran mit der Durchführung blockiert. Den eigentlichen  Fehler finden wir übrigens rasch. Beim definitiven Verschrauben nach der Prüfung im Werk wurde eine Bride so stark angezogen, dass sie einen Kurzschluss verursachte. Wieder einer wollte den Job zu gut machen.

Aber wie den Porzellan wieder aufs Gehäuse bringen ohne Bruch? Nur eine Chance: An einer rasch aus Holz geschreinerten Gehäuseattrappe trainieren. Ich habe einmal ein Andockmanöver an der MIR ohne Steuersystem im Fernsehen mitererlebt. Genau so fühlten wir uns. Nach einigen Hundert Übungen - und einem unprogrammgemässen Kranantriebsservice in 10 Metern Höhe - wagten wir es. Wir wussten, es gab für uns (Sprecher und Schuh) nur einen Versuch. Die aufgeworfene Münze bestimmte mich zum Operator. Und es klappte! Ungläubiges Staunen seitens des Kunden am andern Morgen. – Dafür gab’s zum Frühstück für jeden einen grossen Hummer!

Wenn mir diese zwei Fälle immer wieder durch den Sinn gehen, hat das einen tieferen Grund. Ich wünsche mir, dass man den Menschen, die Tag und Nacht dafür im Einsatz sind, dass unser Licht brennt, ein wenig Anerkennung zukommen lässt. Mir kommen sie vor wie der Laternenanzünder im Kleinen Prinz von Saint-Exupéry. Wo immer auf der Welt, konnte ich feststellen, dass diese Leute eine ähnlich hohe Moral haben wie Feuerwehrleute. Nur haben jene den Vorteil, dass man sieht, wogegen sie kämpfen – das Feuer. Die Energieverteilleute haben da den undankbareren Job. Sie fallen erst auf, wenn es nicht mehr geht. Aber ohne sie geht gar nichts.  Und die Welt würde dunkel werden und in wenigen Stunden beginnen stillzustehen.

 Auszug aus "Zwischen Su(h)rebord und Etzelgraben", Erschinen 2008, Eigenverlage Hans Werner Lerch sen. 1928-2017

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Winterstimmung in Gränichen. Selten liegt Schnee, und meist ist er auch nach wenigen Tagen wieder weg. Ein Weg im Schnee, alles ruhig und weiss, es ist kalt un der Nordwind geht.

Bern - Bundesstadt. Die Altstadt ist sehr sehenswert, der Blick von der Aara hoch hinauf zur Altstadt ist eindrücklich. Das Bild ist auf dem Weg vom Dälhölzli Richtung Bärenpark entstanden.

Imaginäre Strandszenen, inspiriert von Fotos aus Südengland

Ein weiteres Hochstudhaus, steht übrigens seit einiger Zeit zum Verkauf.

 

Sich von der Höhe über dem See im Gebiet Birrwil - Dürrenäsch in Richtung Fahrwangen, Meisterschwanden und den Lindenberg.

2 Mast Ketsch "Bessie Ellen", Plymouth, Cornwall, nach Foto

Das Ensemble "Zilstrasse 1" war ein typisches Beispiel eines Kleinbauerenhauses. Wohngebäude, und angebaut diverse Ökonomiegebäude. Lange verwahrlost und schlussendlich heute ersetzt durch 2 Einfamilienhäuser.

Das Haus Zilstrasse 31 ist wohl dem Abbruch geweiht, im Moment steht es leer.

 

Seit dem 12. Jahrhundert lebten nicht nur Grafen, Herzöge und Landvögte, sondern auch ein deutscher Dichter, eine englische Adelige und ein amerikanischer Abenteurer auf Schloss Lenzburg. Immer wieder haben die Wellen grosser politischer Ereignisse und der Geschichte an seine Mauern geschlagen. 1986 wurde das Schloss aufwändig restauriert und ist seither öffentlich zugänglich. Heute bietet das Schloss Lenzburg ein vielfältiges Programm und lädt ein sich auf eine kulturelle Zeitreise zu begeben.

(Quelle: https://www.schloss-lenzburg.ch)

Was ist real? Durch meine Kurzsichtigkeit sehe ich weiter entfernte Objekte ohne Brille unscharf. Vielfach ist nun das Abbild in meiner Malerei auch so, dass weit entferntes unscharf ist, nicht wie auf Fotografien. Aber was ist nun real, was falsch. Ist das wahre Bild das, welches ich mit oder ohne Brille sehe? Wer weiss was real ist? Was ist Realität?

..sind der Spiegel der Seele.

Bilder von meinem Vater.

Das eine ist nach einem Foto anlässlich seiner Buchvernissage "zwischen Su(h)rebord und Etzelgraben" in Reitnau gezeichnet, ein Buch dass er anlässlich seines 80ten Geburtstags herausgegeben hatte.

Ein anderes stammt aus eine Fotoalbum aus den 1970er Jahren und wurde im Engadin aufgenommen. Vermutlich beil Ski-Langlauf entlang der Engadiner Seen. Man beachte auch die Super 8 Kamera der er in den Hand hält.